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Von Natur und Licht inspiriert"Das Licht, das Mondriaan und Toorop inspirierte, ist immer noch da"

Piet Mondriaan (1872-1944) Molen; Molen bij zonlicht, 1908 Olieverf op doek  114 x 87 cm  Gemeentemuseum Den Haag

Die holländische Küste ist seit Jahrhunderten ein faszinierender Ort, egal zu welcher Jahreszeit. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts zog es eine ganze Reihe von Künstlern unter der Leitung von Jan Toorop an die Küste, wo sie sich vom Licht und von der Natur inspirieren ließen.

zon Nederlandse kust
Ferdinand Hart Nibbrig (1866-1915) Zeeuws meisje, 1914 Olieverf op doek 50,5 x 40,5 cm Gemeentemuseum Den Haag
Jan Hendrik Weissenbruch (1824 – 1903) Strandgezicht, 1887 Olieverf op doek 72,8 x 102,9 cm Gemeentemuseum Den Haag
Strand licht

Hendrik Willem Mesdag, Anton Mauve, Jan Hendrik Weissenbruch und weitere Künstler der Künstlergruppe Haager Schule, sie alle haben auf ihren Gemälden das Meer, den Strand und die Fischerboote bei Scheveningen festgehalten. "Die Haager Schule war in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts eine sehr innovative Gruppe von Kunstmalern", erklärt die auf die Kunst des 19. Jahrhunderts spezialisierte Konservatorin am Gemeentemuseum in Den Haag, Frouke van Dijke. "In der Zeit davor war die Landschaftsmalerei in den Niederlanden noch der biblischen, historischen Malerei untergeordnet. Wenn die Natur schon gemalt wurde, dann ausschließlich zum Lobpreis Gottes, mit riesigen Wasserfällen, Felsenschluchten und ähnlichen beeindruckenden Naturelementen. Da konnte die niederländische Landschaft nicht mithalten. Es waren die Maler der Haager Schule, die auf dieser Ebene erste Erfolge verbuchten. Sie entschieden sich dafür, das Licht, das Leben der Fischer und die Atmosphäre am Strand zu malen. Dabei ging es darum, die Stimmung festzuhalten. Das war vor allem poetischer Natur, also alles andere als fotografisch gemeint."

Gemeente museum Den Haag

Mondriaan war einer der angesehensten Landschaftsmaler

Vom 29. Juni bis 29. September zeigt das Gemeentemuseum Den Haag die Ausstellung Frischer Wind - Höhepunkte der Haager Schule. Die Ausstellung ist eine Ode an Künstler des 19. Jahrhunderts wie Jozef Israëls, Jacob und Willem Maris, Hendrik Willem Mesdag, Jan Hendrik Weissenbruch und Anton Mauve. Künstler, die in die Natur zogen, um auf beispiellose Weise festzuhalten, was sie in und um Den Haag beobachteten. Weitere Informationen: www.gemeentemuseum.nl 

Toorop und Mondriaan gingen einen Schritt weiter als der realistische Stil der Haager Schule. Sie suchten nach den mystischen Elementen in der Natur.

Frouke van Dijke

Luminismus in Domburg

Auch Piet Mondriaan begann als Künstler im traditionellen Stil der Haager Schule. Wie viele andere Künstler kam auch er aus der Stadt und war auch er auf der Suche nach der weiten Landschaft unter dem hohen Himmel. Mondriaan war eng mit Jan Toorop befreundet. Er hielt sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts regelmäßig in Domburg auf, um dort zu malen. Toorop war eine zentrale Figur in der niederländischen Malerei. Er inspirierte die anderen Künstler zur Neuausrichtung ihres künstlerischen Stils und ließ 1911 in Domburg einen Ausstellungspavillon aus Holz errichten, um dort Gemälde auszustellen. Eigene Werke, aber auch Gemälde von Mondriaan, Lodewijk Schelfhout und Jacoba van Heemskerck. "Toorop und Mondriaan gingen einen Schritt weiter als der realistische Stil der Haager Schule," so Van Dijke. "Sie suchten nach den mystischen Elementen in der Natur. Beide waren vom Licht fasziniert und auf der Suche nach einer Art Göttlichkeit in der Küstenlandschaft. Sie dachten, sie könnten dies mit grellen Farben verbildlichen. Damit war der Luminismus geboren."

Bunte Farbpalette

Die niederländischen Maler des Luminiusmus betonten die strahlende Wirkung des Lichts mithilfe leuchtender Farben, die im Stil des Pointillismus aufgetragen wurden, erläutert Van Dijke. "Die Künstler waren vom außergewöhnlichen Licht der zeeländischen Küstenlandschaft inspiriert und experimentierten mit einer ausgesprochen bunten Farbpalette. Der luministische Stil bildete damit einen klaren Bruch mit der Haager Schule, die von wesentlich ruhigeren Grautönen geprägt war.

Frouke van Dijke Conservator Gemeentemuseum Den Haag

Mondriaan war insbesondere an Goethes System der Farbenlehre inspiriert. Danach gab es allerlei naturwissenschaftliche Theorien, was Farben beim Menschen bewirken, zum Beispiel, wenn man Komplementärfarben wie Orange und Blau oder Rot und Grün miteinander kombiniert. Das Gemälde Mühle im Sonnenlicht, das Mondriaan in Domburg malte, ist dafür ein gutes Beispiel."

Punkte, die das Licht akzentuieren

Neben Toorop und Mondriaan arbeiteten auch Leo Gestel, Jan Sluyters und Ferdinand Hart Nibbrig im Stil des Luminismus. Sie waren vom Pointillismus inspririert, einer Technik, die in Frankreich aufgekommen war, um mit Punktierungen das Licht auf Gemälden zu akzentuieren. "Auch Mondriaan arbeitete im Punktierstil – und ging dabei sogar noch über den Pointillismus hinaus – mit grellen, unvermischten Farben," erläutert Van Dijke. "Die Idee dahinter war, dass dadurch eine Art vibrierendes Licht aus der Leinwand heraustritt, das auf eine besondere Art und Weise vom Auge wahrgenommen wird."

Jacob Maris (1837 – 1899) Bomschuit op het strand, ca. 1880 Olieverf op doek 102,5 cm x 126,5 cm Gemeentemuseum Den Haag. Schenking Vrienden van het Gemeentemuseum Den Haag

Die Luministen betrachteten die Eigenarten der Landschaft mit dem Licht und den horizontalen und vertikalen Elementen wie den Dünen und den Leuchttürmen auf ihre eigene Weise. "Als Mondriaan nach Domburg ging, war er einer der angesehensten Landschaftsmaler, der in der Tradition der Haager Schule malte. Seine spätere abstrakte Kunst ging aus jahrelangen Studien der Natur hervor. Er suchte nach dem wahren Wesen der Natur, indem er diese vereinfachte. Darin ist er immer weiter gegangen, immer abstrakter geworden, bis die Dünen und Leuchttürme nicht mehr wiederzuerkennen waren. Doch das Licht, das Mondriaan und Toorop vor gut einem Jahrhundert inspirierte, ist immer noch da."

Die Ruhe, das Licht und die Küste genießen

In Domburg, jener kleine Stadt in der niederländischen Provinz Zeeland, fanden Jan Toorop, Piet Mondriaan und viele weitere bekannte Künstler die Ruhe, das Licht und die Inspiration, um ihre Kunstwerke zu schaffen. Mondriaan begab sich dazu unter anderem in die zentral gelegene Résidence Wijngaerde. Heute besteht die Anlage aus mehreren Appartementgebäuden und Penthouses, die viel Privatsphäre und eine komfortable Dachterrasse bieten. Derzeit wird die Innenausstattung in einem neuen, hochwertigen Stil renoviert. Ab dem Frühjahr 2020 können die Unterkünfte exklusiv bei LARGO gebucht werden. Die außergewöhnliche Architektur beruht auf dem Stil englischer Landhäuser und französischer Schlösser. Haben Sie Lust, die Atmosphäre zu spüren, die schon die Künstler so sehr reizte? Hier bekommen Sie schon mal einen Vorgeschmack.

Oder möchten Sie lieber die Ruhe, die Natur, das besondere Licht und die Küste direkt am Strand in einem der Strandhäuser von Largo Beach Houses Den Haag genießen?

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